Philosophie


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„Ungefähr im Alter von vierzehn Jahren fängt man von selbst damit an, über philosophische Probleme nachzudenken – über die Fragen, was wirklich existiert, ob wir überhaupt etwas wissen können, ob es tatsächlich Recht oder Unrecht gibt, ob das Leben einen Sinn hat, ob der Tod das Ende ist. Über diese Probleme wird seit Tausenden von Jahren geschrieben.“ Thomas Nagel, 1987

  • Merkmale einer philosophischen Reflexion und Grundlagen der Argumen-tationslehre: Unterschied zwischen Voraussetzung, These und Begründung
  • Unterschied zwischen dem philosophischen und dem alltäglichen Ge-brauch von Begriffen; Bestimmung philosophischer Fachausdrücke
  • Schulen und Strömungen innerhalb der Philosophiegeschichte; Verortung bestimmter philosophischer Positionen
  • Philosophische Anthropologie: Der Mensch aus naturwissenschaftlicher, aus religiöser und aus sozio-kultureller Perspektive
  • Grundfragen der Erkenntnistheorie: Was ist der Umfang, der Grund, die Grenze unseres Wissens?
  • Probleme des Handelns und Urteilens: Was bedeutet „gutes Handeln“? Sind Wertungen rein subjektiv?

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1. Kurshalbjahr
Werte und Normen

  • Fragen der menschlichen Freiheit und Verantwortung
  • Auseinandersetzung mit individuellen und gesellschaftlichen Werten und Normen und ihren Konsequenzen
  • Reflexion philosophischer Entwürfe zur Bedeutung und Begründung von Werten und Normen

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2. Kurshalbjahr
Mensch und Gesellschaft

  • Fragen der Bestimmung des Menschen
  • Auseinandersetzung mit philosophischen Entwürfen zu Menschen- und Gesellschaftsbildern
  • Reflexion historischer und gegenwärtiger Modelle von Geschichte, Staat und Gesellschaft
3. Kurshalbjahr
Erkenntnis, Wahrheit, Sprache

  • Fragen des Verhältnisses von Sprache, Denken und Wirklichkeit
  • Auseinandersetzung mit Geltungsansprüchen auf Wahrheit und Gewissheit
  • Reflexion philosophischer Entwürfe zu sprach- und erkenntnistheoretischen Fragestellungen

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4. Kurshalbjahr
4. Semester: Letzte Fragen

    • Fragen der Letztbegründung, der Sinnstiftung und der Utopie
    • Auseinandersetzung mit Prämissen unseres Seins, Denkens und Handelns
    • Reflexion metaphysischer, religiöser und utopischer Entwürfe zur Beantwortung der „Sinnfragen“
Wer nicht gern liest, sollte nicht Philosophie betreiben. Es gibt viele unterhaltsame Einführungen in die Philosophie, von denen die eine oder andere gelesen werden könnte (nicht muss), bevor der Philosophieunterricht losgeht. Ich empfehle:

      • Luciano De Crescenco: Geschichte der griechischen Philosophie, 2 Bände, Zürich 1990 (de-te-be- Taschenbücher)
      • Bertrand Russell: Denker des Abendlandes, 2005 (Gondrom Verlag GmbH)
      • Thomas Nagel: Was bedeutet das alles? (Reclam)
      • Ernst Tugendhat/ Ursula Wolf: Logisch-semantische Propädeutik (Reclam)
      • Wilhelm Weischedel: Die philosophische Hintertreppe (dtv)

Sie können – sie müssen aber nicht – begleitend zum Unterricht Bücher lesen. In der Regel werden nur kurze Textausschnitte aus bekannten Werken der philosophischen Weltliteratur durchgenommen. Nur einmal innerhalb der sechs Semester wird eine Ganzschrift gelesen

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