Wer sich gern in andere Zeiten und Lebenswelten versetzen lässt, um diese genauer kennenzulernen und dann vielleicht auch wieder einen schärferen Blick auf unsere heutige Zeit werfen zu können, der ist im Fach Geschichte richtig. Das Ziel des Faches ist die Entwicklung eines “reflektierenden Geschichtsbewusstseins”. Die Kursteilnehmer sollen die Vergangenheit wahrnehmen, um sich in der Gegenwart besser zu orientieren und die Zukunft mitgestalten zu können. Der Unterrichtsstoff reicht von der Antike bis zur Gegenwart und verteilt sich folgendermaßen auf die einzelnen Halbjahre.
1.Semester

Ein Symposium lief im antiken Griechenland etwas anders ab als heute. Zur Erbauung der Männer durften manchmal auch Frauen dabei sein, natürlich nicht die eigenen.
Ein Schwerpunktthema ist die demokratische Staatsform. Es wird der Weg verfolgt, auf dem sie sich im antiken Athen entwickelt hat, aber auch ihre spätere Ausprägung bis heute. Im zweiten Semester liegt der Schwerpunkt auf der römischen Antike, es geht aber auch ganz wesentlich um die Einübung der fachspezifischen Methodik als Vorbereitung für die Kursphase. Grundfragen der Geschichte wie z. B. die nach der Rolle der Persönlichkeit in der Geschichte, etwa Caesar, werden exemplarisch erarbeitet.
2.Semester

Dieser römische Soldat hatte im Krieg gegen die Germanen zwar die bessere Ausrüstung, aber auch ganz schön viel zu schleppen.
Inhaltlich liegt hier der Schwerpunkt auf der römischen Antike, es geht aber auch ganz wesentlichum die Einübung der fachspezifischen Methodik als Vorbereitung für die Kursphase. Grundfragen der Geschichte wie z. B. die nach der Rolle der Persönlichkeit in der Geschichte, etwa Caesar, werden exemplarisch erarbeitet.

Der Alltag der Ritter war nicht nur von Romantik und Heldenmut geprägt, wie diese leicht verkitschte Darstellung suggeriert – nicht wenige endeten als Raubritter auf dem Schafott.
Schwerpunkt ist dann das Thema „Freiheit im Mittelalter am Beispiel der Stadt“. Wir verfolgen, wie sich auf der Grundlage verschiedener Abhängigkeitsstrukturen der neue Stand der Stadtbürger herausbildet und zunehmend wirtschaftliche und politische Autonomie gewinnt.
Darüber hinaus können einzelne Wahlbereiche wie z.B. Kirchenreform/ Reformation oder die Kreuzzüge bearbeitet werden.
Der Alltag der Ritter war nicht nur von Romantik und Heldenmut geprägt, wie diese leicht verkitschte Darstellung suggeriert – nicht wenige endeten als Raubritter auf dem Schafott.
Wir befassen und zunächst mit der frühen Neuzeit am Beispiel der Themen Reformation oder Renaissance. Dann behandeln wir die Anfänge der Kolonialisierung, vor allem in Südamerika und die zerstörten altamerikanischen Kulturen wie z. B. die der Azteken und der Inkas.
Das Thema „Bürgerliche Revolutionen“ wird in Abstimmung mit PW am Beispiel Englands erarbeitet, zu diesem Thema gehört auch die Entstehungsgeschichte der USA.
Für das Thema „Absolutismusund Aufklärung“ bietet sich in Berlin die Geschichte Preußens an. Diese wird weiterverfolgt durch das Kaiserreich bis zum ersten Weltkrieg.
Die Problematik der Zeit des Nationalsozialismus braucht sicher nicht weiter erläutert zu werden. Berlin bietet insgesamt, aber auch besonders zu diesem Thema wegen der vielen Museen und Gedenkstätten die Möglichkeit, einzelne Themen durch Führungen und Workshops zu vertiefen und Kriterien für das eigene Urteil zu gewinnen.
Weltgeschichte der Neuzeit. Vom 18.Jh. Bis zur Gegenwart. Herausgegeben von der Lexikonredaktion des Verlages F.A. Brockhaus, Bonn 2005
Beides erhältlich bei der Bundeszentrale für politische Bildung gegen eine Schutzgebühr.

































